FDP allein zuhause

von Michael Hug (Kommentare: 0)

So gewichtige Geschäfte standen schon lange nicht mehr auf der Traktandenliste der städtischen FDP. Obschon die Parteiversammlung über Listenverbindungen für die kommenden Wahlen zu entscheiden  und mit Charlie Schmid einen Kandidaten für das Stadtpräsidium zu nominieren hatte, erschienen gerade einmal 24 Mitglieder im Uferbau. Obwohl der Vorstand scheinbar offen war für die Anfrage der SVP, stellte er keinen Antrag an die Versammlung. Dort ergriffen vor allem Mitglieder der Gemeinderatsfraktion das Wort, die sich schon im Herbst 2023 festgelegt hatte: Damals distanzierte sie sich in einem gemeinsamen Leserbrief vom Entscheid der kantonalen FDP, im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen den SVP-Kandidaten Christian Imark zu unterstützen. An der Parteiversammlung sprachen sich mehrere Parteimitglieder dezidiert gegen eine Listenverbindung mit der SVP aus - auch mit Verweis auf den gemeinsamen Leserbrief. Eher unlogisch war dann allerdings, dass sich die selbe Versammlung wenige Minuten später mit knapper Mehrheit für eine Listenverbindung mit der SVP aussprach, falls auch die Mitte mitmachen würde. Allein nicht, aber zusammen mit der Mitte schon?

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